Es war ein verregnetes Wochenende im Sommer 2022. Ich sah zum Fenster hinaus und dachte, wie nützlich der Regen sei bei den aktuellen Waldbränden in der Sächsischen
Schweiz und doch kämpften noch immer viele Feuerwehrleute und Helfer gegen die Flammen. Seit dem 24. Juli zogen dicke Rauchschwarten über das Elbsandsteingebirge. Der Brand war auf deutscher und
tschechischer Seite zusammen mit etwa 1.250 ha der größte, der aus
der regionalen Geschichte bekannt ist. Er dauerte bis zum 20. August. Rund 1.700 Feuerwehrleute und Helfer aus der Region und angereiste aus ganz Deutschland waren im Einsatz. Sie kämpften gegen
das Feuer und sich bildende Glutnester in zahllosen unzugäng-
lichen Schlüchten. Einige Häuser in Mezná (CZ) sind abgebrannt.
In den sozialen Medien und Nachrichten bot sich in Fotos und Videos ein katastrophales Bild unserer sächsischen und böhmischen Schweiz. Mich beeindruckte die Arbeit der Feuerwehrleute, die am
Boden und aus der Luft mit Löschhubschraubern und Flugzeugen versuchten den Brand einzudämmen.
Ich zeichnete einen DANKE-Schriftzug in Form von Felsgestein, stellte die Illustration wortlos bei Facebook ein. Mein stiller Dank. Schnell wurde der Beitrag geteilt, machte die Runde, erhielt
viele "Likes". Die Sächsische Zeitung meldete sich, ob sie die Illustration veröffentlichen dürfen. Feuerwehrleute fragten, ob es das Motiv nicht als Andenken gibt. So überredeten sie mich, das
Motiv auf T-Shirts zu drucken, dazu gab es noch Tassen. Noch viele Monate später hatte ich an meinen Ständen Gespräche mit Leuten, die dort im Einsatz waren und die sich über diese
Danksagungs-Aktion freuten.
Einen detaillierten Bericht mit Chronik, Zahlen und Fotos zum Waldbrand findet ihr auf der Seite des von mir sehr geschätzten Rolf Böhme unter: Waldbrand 2022
